Novartis adressiert PIK3CA-Mutationen und setzt auf defensives Kapitalprogramm
Novartis schärft sein Profil als fokussierter Pharmakonzern mit Schwerpunkt auf margenstarken, innovativen Therapien. Der Schweizer Konzern hat den experimentellen Wirkstoff SNV4818 von...
Knappes Angebot, hohe Preise: BWO warnt vor verschärfter Wohnraumkrise
Die Lage auf dem Schweizer Wohnungsmarkt bleibt angespannt und hat für Wohnungssuchende ein Niveau der Knappheit erreicht, das zuletzt 2014 verzeichnet wurde. Laut dem aktualisierten Monitor...
Nahost-Konflikt treibt Risikoaversion – Reise- und Immobilienwerte legen dennoch zu
Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben den Handel am Freitag mit leichten Verlusten beendet. Vor dem Wochenende hielten sich viele Investoren zurück, da sie angesichts der Spannungen...
Implenia punktet mit nachhaltigen Quartiersentwicklungen in der Schweiz und in Deutschland
Implenia hat sich in der Schweiz und in Deutschland eine Reihe neuer Hochbau-Aufträge mit einem Gesamtvolumen von über 310 Millionen Schweizer Franken gesichert. Die Projekte sollen zwischen...
Machtwechsel bei Idorsia: Gründer Clozel übernimmt erneut das Ruder
Beim Basler Biotech-Unternehmen Idorsia kommt es zu einem erneuten Bruch an der Spitze: CEO Srishti Gupta tritt nach nicht einmal einem Jahr im Amt mit sofortiger Wirkung zurück und scheidet...

Sonova verschlankt Portfolio und strebt Umsatz von 6 Milliarden Franken an

23.03.2026


Sonova zieht knapp vier Jahre nach dem Einstieg bei Sennheiser eine strategische Konsequenz: Der Hörgerätehersteller aus Stäfa will sich von seinem Geschäft mit Kopfhörern und weiteren Consumer-Audio-Produkten trennen. Zum Verkauf steht die gesamte Consumer-Hearing-Sparte, die unter der Marke Sennheiser firmiert und damit die Konsum-Elektronik-Aktivitäten des Konzerns bündelt – von Premium-Kopfhörern und True-Wireless-Earbuds über High-End-Audioprodukte bis zu Soundbars und sogenannten Hearables.

Mit dem Schritt schärft Sonova den Fokus klar auf das Kerngeschäft mit medizinischen Hörgeräten und Cochlea-Implantaten. Der Konzern verweist auf grundlegende Unterschiede zwischen den Endkunden-Audioprodukten und dem traditionellen Hörgerätegeschäft: Vertriebskanäle, Nachfragedynamik und Entwicklungszyklen seien deutlich unterschiedlich. Die ursprünglich verfolgte Strategie, Konsumenten über Consumer-Audio früher in ihrer „Hörreise“ abzuholen und langfristig ins Hörgerätegeschäft zu führen, wird damit faktisch aufgegeben.

Die Neuausrichtung fällt in die Amtszeit des neuen Führungsduos um Konzernchef Eric Bernard und Finanzchefin Elodie Carr-Cingari, die seit Juli vergangenen Jahres an der Spitze stehen. Vor dem Hintergrund eines verhaltenen Nachfrageumfelds und intensiveren Wettbewerbs im globalen Hörgerätemarkt setzt Sonova nun auf Konzentration statt Diversifizierung. Ziel ist es nach Unternehmensangaben, für das Sennheiser-Geschäft den „bestmöglichen Eigentümer“ zu finden, während intern Kapital und Managementaufmerksamkeit auf das medizinische Kerngeschäft gelenkt werden sollen.

Flankiert wird der Portfolio-Umbau von ambitionierten Wachstumszielen: Bis zum Geschäftsjahr 2030/31 will Sonova den Umsatz auf sechs Milliarden Franken steigern, nach 3,87 Milliarden Franken im Geschäftsjahr 2024/25. Mittelfristig peilt der Konzern in Lokalwährungen ein jährliches Umsatzplus von fünf bis zehn Prozent an, das operative Kernergebnis (Ebit) soll um sieben bis zwölf Prozent pro Jahr wachsen. Für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr 2025/26 dämpft Sonova die Erwartungen allerdings leicht und rechnet mit einem Wachstum am unteren Ende der bisherigen Prognosespanne.