Der Uhren- und Schmuckhändler Bucherer plant eine umfassende Modernisierung seines Verkaufsgeschäfts am Schwanenplatz in Luzern. Laut öffentlich aufgelegten Baugesuchsunterlagen der Stadt sieht das Projekt einen Totalumbau der Verkaufsflächen vor, der sich vom ersten Untergeschoss bis in das dritte Obergeschoss erstreckt. Für diese Massnahmen an den Standorten Schwanenplatz 5 und Ledergasse 4 sind Baukosten in Höhe von rund 30 Millionen Franken veranschlagt.
Im Zentrum der inneren Neugestaltung steht die Schaffung eines neuen Atriums, das die Etagen vom Erdgeschoss bis zum dritten Obergeschoss miteinander verbindet. Die bisherigen Rolltreppen werden entfernt und durch neue Treppen sowie sanierte und zusätzlich ergänzte Lifte ersetzt. Ziel ist es, die Verkaufsräume offener zu gestalten, wobei verbaute Fenster freigelegt werden, um mehr Tageslicht und einen stärkeren Bezug zum See sowie zum Schwanenplatz zu ermöglichen. Ein erhöhtes Zwischenpodest im vorderen Bereich soll die Aussicht stärker in das Ladenkonzept integrieren.
Auch die äussere Erscheinung des Gebäudes erfährt eine signifikante Veränderung. Die Fassaden am Schwanenplatz und am Grendel werden neu gestaltet, inklusive einer neuen Putzstruktur, Farbgebung sowie einer vollständig erneuerten Schaufensteranlage mit Vordach. Das Sockelgeschoss wird mit mattschwarzem Stein eingefasst und mit Sicherheitsglas ausgestattet. Während die Ledergasse weitgehend unverändert bleibt, wird am historischen Rigihof auf Rootenberger Sandstein gesetzt, um bestehende Elemente aufzugreifen.
Besondere Anpassungen betreffen die Zugänge und die Markenpräsenz vor Ort. Die bestehenden Karusselltüren werden durch automatische Schiebetüren ersetzt, wobei der Eingang am Schwanenplatz auf die Grendelseite verlegt wird; der Zugang beim ABC-Gebäude bleibt jedoch bestehen. Im Zuge dieser Veränderungen wird auch die bekannte Rolex-Uhr an einen neuen Standort versetzt, während das Rolex-Steckschild verschwinden wird. Das gesamte Materialkonzept wurde in Abstimmung mit der kantonalen Denkmalpflege und dem Luzerner Stadtarchitekten entwickelt, da das Gebäude in einer Ortsbildschutzzone liegt.



