Amtszeitlimite im Fokus: Cédric Wermuth braucht wieder grünes Licht der Basis
Der Aargauer Nationalrat und Co-Präsident der SP Schweiz, Cédric Wermuth, will 2027 erneut für den Nationalrat kandidieren – und stösst damit in seiner eigenen Kantonalpartei abermals an die...
USB-Panne mit 2048 Stimmen: Strafverfahren und Moratorium in Basel-Stadt
Die Panne im E-Voting-System des Kantons Basel-Stadt setzt dem digitalen Abstimmen in der Schweiz vorerst enge Grenzen – aber nicht überall. Nachdem bei der eidgenössischen Volksabstimmung vom...
Überflugstopp für US-Aufklärung: Bundesrat testet Grenzen des Neutralitätsrechts
Die Schweiz hat Überflugrechte für mehrere US-Militärmaschinen im Zusammenhang mit den jüngsten Angriffen auf den Iran nur teilweise gewährt und dabei ihre Neutralität demonstrativ betont. Der...
Mehr als drei Millionen Menschen im Iran auf der Flucht
Seit Beginn der Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als drei Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben worden....
Bachem: Starkes Jahr 2025, vorsichtiger Ton beim Ausblick
Bachem hat für das Geschäftsjahr 2025 robuste Zahlen vorgelegt und die durchschnittlichen Analystenschätzungen beim Umsatz wie beim Ergebnis übertroffen. Der Pharmazulieferer setzte 695,1...

Glücksspielmarkt unter Beobachtung: Konstante Suchtzahlen, klare Risikogruppen

12.03.2026


In Deutschland bleibt das Risiko für Glücksspielsucht vor allem bei Männern deutlich erhöht. Nach dem Glücksspiel-Survey 2025 weisen 3,2 Prozent der männlichen Bevölkerung eine sogenannte „glücksspielassoziierte Störung“ auf, bei Frauen liegt der Anteil bei 1,1 Prozent. Die repräsentative Studie wurde vom Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) und der Universität Bremen durchgeführt und vom Deutschen Lotto- und Totoblock finanziert.

Über alle Geschlechter hinweg blieb das Ausmaß von Glücksspiel und glücksspielbedingten Störungen im Vergleich zur Vorgängererhebung 2023 weitgehend stabil. Der Anteil der 18- bis 70-Jährigen mit einer diagnostizierten Störung sank leicht von 2,4 auf 2,2 Prozent. Hochgerechnet entspricht das rund 1,2 Millionen Menschen, wie Axel Holthaus, Geschäftsführer von Lotto Niedersachsen und Vorsitzender der AG Spielerschutz und Prävention im Deutschen Lotto- und Totoblock, erläuterte. Federführend für die Veröffentlichung ist derzeit die Bremer Toto und Lotto GmbH.

Besonders ausgeprägt ist das Risiko bei jüngeren Erwachsenen: In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen lag der Anteil der Spielerinnen und Spieler mit Störung bei 4,6 Prozent. Unter den 56- bis 70-Jährigen fiel der Wert mit 0,8 Prozent deutlich niedriger aus. Auffällig hohe Störungsraten zeigen sich in bestimmten Segmenten des Glücksspielmarkts. Bei Nutzerinnen und Nutzern virtueller Automatenspiele lag der Anteil der Betroffenen bei 32,5 Prozent, bei Geld- und Glücksspielautomaten bei 23,4 beziehungsweise 28,1 Prozent. Live-Sportwetten kamen auf einen Anteil von 27,0 Prozent unter den jeweiligen Spielenden.

Für den Glücksspiel-Survey 2025 wurden zwischen dem 4. August und dem 26. November 2025 insgesamt 12.340 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren telefonisch oder online befragt. Frühere Erhebungen aus den Jahren 2021 und 2023 standen wegen methodischer Schwächen in der Kritik, weil die Datengrundlage als nicht ausreichend belastbar galt. Die aktuellen Zahlen liefern nun eine konsolidierte Bestandsaufnahme – und rücken jüngere Männer in dynamisch wachsenden Online- und Automatensegmenten verstärkt in den Fokus von Regulierung und Prävention.