Der ehemalige Forschungschef der Nasa, der Astrophysiker Thomas H. Zurbuchen, hat eine neue Herausforderung beim Raumfahrtkonzern Blue Origin angenommen. In seiner neuen Funktion arbeitet der Schweizer Wissenschaftler direkt im Umfeld des Unternehmensgründers Jeff Bezos. Zurbuchen bestätigte in einem Gespräch, dass er Bezos bereits persönlich getroffen hat.

Neben seiner neuen beruflichen Tätigkeit bei Blue Origin wurde Zurbuchen kürzlich mit dem Prix Suisse ausgezeichnet. Diese Ehrung würdigt seine bisherigen Leistungen auf dem Gebiet der Astrophysik. In Interviews thematisiert er zudem die fortlaufende Suche nach ausserirdischem Leben im Universum.

Zurbuchen gibt Einblicke in die interne Dynamik bei Blue Origin und beschreibt Jeff Bezos als einen "coolen Typ". Er erläutert dabei, wie die Meetings mit dem Chef ablaufen und welche Rolle er in der strategischen Ausrichtung des Konzerns einnimmt. Die Zusammenarbeit ist geprägt von der Ambition, Milliardeninvestitionen in der Raumfahrt effizient zu nutzen.

Neben den technologischen Entwicklungen äußert sich Zurbuchen kritisch zur Innovationskraft in seinem Heimatland. Er sieht die Schweiz konfrontiert mit spezifischen Problemen bei der Förderung von Innovationen. Diese Analyse ergänzt seine Perspektive auf die globalen Unterschiede in der Forschung und Entwicklung.